COMICS

Comis wurden und sind ein signifikanter Teil der amerikanischen Kultur und natürlich auch international. Als kleinen Einstieg möchten wir hiermit versuchen, ganz kurz die geschichtliche Entwicklung dieser beliebten, bunten Hefte nachzuzeichnen.

Erschienen sind sie zum ersten Mal ungefähr 1890 in den USA, aber auch in England. Vorerst gab es sie nur als sogenannte Comic Strips in einigen Tageszeitungen

(z.B. Pulitzer, Hearst Newspaper). Eine ganz wichtige und wesentliche Veränderung im Bereich des Drucks ermöglichte es diesen Zeitungen etwas später viel lebendigere Gelbtöne zu produzieren, was sich auch auf die weitere Erfolgsgeschichte und Werdegang dieser kleinen Heftchen auswirkte.

In den frühen 1930er Jahren konnte man sie deshalb erstmals im gebundenen, zwar noch relativ dünnen und einfachen Magazin-Format bekommen. Ihr weiterer Siegeszug jedoch, war ab diesem Zeitpunkt nicht mehr aufzuhalten. Ihre uns aktuell bekannte Form verfestigte sich in 1940ern und ab diesem Entwicklungspunkt wurden sie fester Bestandteil der Kindheitstage von Millionen amerikanischer Kids und Teenager.

 

Mit zunehmender Popularität und dem sich stetig erhöhenden Anteil an Gewaltdarstellungen in den Heften wurden die Stimmen, auf Seiten der Eltern, der Lehrer, der Liberalen und diverser Institutionen, allen voran sogar die katholische Kirche, dahingehend lauter, das Comics einen sehr schlechten Einfluss auf die Jugend hätten. Einige spezielle Experten dieser Lobby sprachen sogar von bewusstseinsverändernden Auswirkungen und nicht absehbaren Langzeitschädigungen der jugendlichen Psyche. Diese Stimmen hörte man letztlich in diversen Bundesstaaten sogar bis in die Kongresse und das wiederum hatte zufolge, dass viele Werke und Ausgaben von den unterschiedlichsten Zeichnern und Autoren von den Verlegern abgesetzt werden mussten.  Als ein stellvertretendes Beispiel seiner Leidensgenossen sei an dieser Stelle einmal Bill Gaines und seine EC Comic Serie geannt.

Ob nun gefährlich, bewusstseinsverändernd oder nicht. Fakt ist: Comics waren, sind und werden weiter ein fester Bestandteil in vielen Gesellschaften bleiben. Für viele leidenschaftliche Anhänger sind sie aber noch viel mehr. Sie sehen in Ihnen das Pendant zu Höhlenzeichnungen, Sagen, Märchen und epochalen Überlieferungen. Entscheiden und Glauben tut bekanntlich jeder selber.

 

Einer der erfolgreichsten Comics, nicht nur in den USA und eine feste Größe in dieser Industrie, waren die von Autor und Zeichner Charles M. Schultz kreierten "Peanuts". Anfänglich erscheinen die ersten Serien noch unter dem Titel "Li'l Folks". Die Geschichten um Charlie und Sally Brown, Franklin, Woodstock, Marcie, Peppermint Patty, Schroeder, den Hund Snoopy u.a., einer kleinen Gruppe amerikanischer Vorstadtkinder, handelten fast ausschließlich von den vielen Widersprüchlichkeiten und Überraschungen des menschlichen Lebens. Schultz's Meisterwerk erschien ab 1950 bis einschließlich 2000. Im Februar 2000 verstorben, verfügte Schultz noch zu Lebzeiten darüber, dass seine Schöpfung, nach seinem Ableben, nicht mehr fortgesetzt oder weiter bearbeitet werden darf.

 

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